Connected Home bzw. Heimvernetzung leicht gemacht
Das Thema der diesjährigen Cebit 2010 lautete „Vernetzte Welten“.
Zukünftig wird vieles darauf hinauslaufen von unterwegs aus mit bestimmten Geräten beispielsweise die Heizung zu regeln oder aber zu prüfen ob die Fenster in der Wohnung verschlossen sind. Für die meisten Kunden ist dies alles jedoch noch eine sehr teure Lösung, da es in diesem Gebiet momentan viele Hersteller gibt, die Ihre eigenen Lösungen verkaufen. Diese sind natürlich nicht mit Geräten anderer Hersteller kompatibel.
Allerdings hat man heute schon die Möglichkeit mit seinem DSL-Router bestimmte Geräte im Haus zu vernetzen. Dies funktioniert entweder kabellos oder kabelgebunden.
Kabellos über WLAN, wobei hier der neue 802.11 n-Standard bevorzugt werden sollte, da dieser, im Gegensatz zum 802.11 g-Standard, höhere Übertragungsraten unterstützt.
Kabelgebunden benutzt man entweder ein LAN Kabel oder man hat auch die Möglichkeit Power Line zu benutzen. Bei Power Line wird die Stromleitung im Haus für den Netzwerkverkehr benutzt. Somit kann man auch Stockwerke überbrücken ohne ein Kabel verlegen zu müssen.
Einige DSL-Anbieter machen auch schon Werbung mit einem vernetzten zu Hause. Zu nennen seien da 1&1 sowie die Deutsche Telekom. Beide DSL-Anbieter versuchen durch diese Strategie Kunden zu gewinnen, wobei man bedenken muss, dass dies mit jedem DSLAnbieter möglich ist.
Als Voraussetzung benötigt man nur einen DSL-Router, einen Computer oder Notebook und je nach Bedarf eine Stereoanlage, Spielkonsole (XBOX, Playstation 3 oder Wii), Set Top Box oder ein anderes Gerät, welches Netzwerktauglich ist und einen bestimmten Standard beherrscht. Dieser Standard nennt sich DLNA oder UPnP. Dies steht meistens auf der Verpackung der jeweiligen Produkte geschrieben.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hat man beispielsweise die Möglichkeit Filme, die man bei Onlinevideotheken ausleiht, auf dem Computer im Arbeitszimmer zu speichern und mithilfe des Netzwerks auf dem LCD Fernseher im Wohnzimmer zu schauen. Ebenso könnte man die MP3 Sammlung auf dem Computer an die Stereoanlage im Schlafzimmer abspielen.
Nehmen wir das erste Beispiel. Ein Kunde möchte sich einen Film, der auf dem Computer im Arbeitszimmer steht, auf dem neuen LCD Fernseher anschauen. Dazu benötigt man noch zusätzlich eine Set Top Box oder eine Spielkonsole. Die Spielkonsole ist direkt mit dem DSLRouter verbunden. Der Computer ist ebenfalls mit diesem DSL-Router verbunden. Wenn man nun über das Betriebssystem einen Ordner für das Netzwerk freigibt oder bestimmte Programme wie den Twonky Media Server nutzt die einem die Arbeit der Netzwerkerkennung komplett abnehmen, erkennt die Spielkonsole den Computer und kann auf dessen Festplatte zugreifen und Videos oder Musikdateien abspielen oder auch Fotos anschauen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und man benötigt nicht unbedingt detaillierte Kenntnisse der Netzwerktechnik um dies umzusetzen.
Wer von dieser Heimvernetzung gebrauch machen möchte, sollte bei der Auswahl des DSLAnbieters darauf achten, dass entsprechende Hardware mitgeliefert wird. Mit einem DSL-Modem alleine lässt sich dies nicht bewerkstelligen. Daher sollte schon ein DSL-Router im Angebot des DSL-Anbieters sein und oft werden diese kostenlos oder subventioniert zur Verfügung gestellt
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